2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Bevor ich meinen Beitrag beginne, hier einige Bauernregeln für den ungewöhnlichsten Monat – „April, April der macht was er will ...": „Wie´s im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr"„Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten".

Sehr bildhaft will diese zweitgenannte Bauernregel ausdrücken, dass es besonders im Zeitraum um den 23. April noch einmal Kaltlufteinbrüche mit Schnee geben kann, denn sät man im April, da kommt es wann es will, sät man im Mai da kommt die Saat gleich.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der Frühling startet und im Garten fallen nun Arbeiten an, damit später alles gut wächst und gedeiht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man jetzt dem Boden widmen.

Gemüsegarten: Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die neue Aussaat und Bepflanzung vorbereitet. Entfernen Sie die Wildkräuter und lockern Sie die Erde, so dass eine feinkrümlige Struktur entsteht. Dort, wo starkzehrendes Gemüse, wie Tomaten oder Kohl, gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichende Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Bodenverbesserer, wie Sand, Urgesteinsmehl oder Kalk ausbringen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

An warmen Tagen im Februar werden manche Gartenfreunde schon nervös und wollen die ersten Saaten vornehmen. Aber das klappt zu dieser Zeit nur mit Radieschen, Kopfsalat und Möhren. Da Möhren und Kopfsalat eine sehr lange Keimzeit haben, kann es leicht passieren, dass man beim Unkraut ziehen die kleinen Pflänzchen mit herausreißt. Um dem vorzubeugen, mischen Sie Möhren- und Salatsamen ganz einfach mit Samen von Radieschen, weil dadurch die Keimzeit schneller vorangeht und die Reihen somit markiert werden.

Im Februar können Paprika, Tomaten und Gewächshausgurken vorgezogen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die Anzuchttemperaturen von 18 bis 20 °C eingehalten werden. Verwenden sie Anzuchterde, weil diese nicht so nährstoffhaltig ist und Ihre Pflanzen im Wachstum gebremst werden (kein sogenanntes „Schießen").

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Ich wünsche allseits ein erfolgreiches Gartenjahr 2015 mit guten Ernteerträgen sowie Schaffenskraft und Gesundheit.

Der erste Monat im Jahr ist einer der „geruhsamsten". Im Januar hat man Muse über die zukünftigen Pflanzungen nachzudenken und anstehende Veränderungen oder Umbauten im Kleingarten zu planen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Das Gartenjahr neigt sich nun dem Ende entgegen. Es gibt aber dennoch Arbeiten, die man im letzten Monat ausführen kann. Nach dem ersten Frost können Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing geerntet werden. Auch auf dem Beet verbliebenes, kälteverträgliches Gemüse – wie Radicchio, Endivien, Feldsalat, Lauch. Bei drohenden, starken Nachtfrösten das noch vorhandene Wintergemüse mit Vlies abdecken. Eingelagertes Gemüse regelmäßig kontrollieren und schimmliges oder faulendes Gemüse aussortieren. Vergessen sie auch nicht, ihre Lagerräume regelmäßig zu lüften.

Sobald im Dezember die Gartenarbeit abgeschlossen ist, sind alle Geräte intensiv zu säubern, einzufetten oder einzuölen. Wichtig ist, dass die Schneidewerkzeuge gründlich gereinigt werden. Gartenpächter, die ihre Utensilien in einem Schuppen verstauen, sollten auch bei der Einlagerung von Samen und Pflanzenschutzmitteln beachten, dass diese frostempfindlich sind, bei einigen Mitteln liegt die Grenze sogar bei +5°C! Alle Samen und Pflanzenschutzmittel auf Ablaufdaten kontrollieren und anschließend im Keller sicher vor Kinderhand aufbewahren.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend gebannt ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Ganz abgesehen davon, geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz. Aufräumarbeiten im Laufe des Monats durchdacht erledigen.

Anfang November ist Pflanzzeit von winterharten frühlings- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen. Alle Rosensorten jetzt pflanzen: Edelrosen, Beet- und Strauchrosen, Kletterrosen und Stammrosen. Rosen auf niedrigen Stämmen sind weniger bruchgefährdet und können besser gegen Windschäden geschützt werden. Beet-Rosen eventuell etwas zurückschneiden, damit die Erde hier ohne große Behinderung gelockert und angehäufelt werden kann.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Damit auch im nächsten Jahr wieder alles gut wächst und gedeiht, sollten noch einige wichtige Arbeiten erledigt werden. Schöne trockene Oktobertage sind bestens geeignet für die Pflanzung neuer Obstgehölze.
Bei der Sortenwahl sollte man sich von seinen Vorlieben und der Anfälligkeit gegen Krankheiten leiten lassen. So widerstehen die „Pi-Sorten" (Pingo, Pinova, Pirol, Piros etc.) Schorf und Mehltau teilweise, die „Re-Sorten" (u.a. Reanda, Reglindis, Renora, Resi) sind hingegen resistent. Natürlich haben auch bewährte ältere Sorten (z.B. Alkmene, Cox Orange, Goldparmäne) eine Chance verdient. In Kleingärten sollten bei Apfelbäumen die Unterlagen M 9, M 26 sowie MM 106 bevorzugt werden, da sie schwachwachsend sind. Denn die alte Gärtnerweisheit trifft zu, die da besagt: je früher gepflanzt wird, desto besser!

Direkt bei der Ernte sollte sämtliches (!) Fallobst beseitigt werden. Dadurch wird einerseits das Infektionspotential für pilzliche Krankheiten verringert und gleichzeitig entzieht man den Wühlmäusen die Futterbasis.

Hallo hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Die Ernte von Sommergemüse sollten Sie jetzt abschließen. Ernten Sie vor den ersten Minustemperaturen Kulturen wie Tomaten, Paprika, Kürbisse, Zucchini und Bohnen ab, da sie sehr frostempfindlich sind. Tomaten, die noch grün sind, können sie im Haus nachreifen lassen. Legen sie einen Apfel zwischen die Tomaten, dann geht der Reifeprozess schneller (Äthylen Spender).

Damit der Grünkohl bis zum Frostbeginn recht viel Blattmasse entwickeln kann, erhält er im September einen Stickstoff-Kopfdünger. In diesem Monat ist auch die Zeit zum Aussähen von Feldsalat (Rapunzel, Vita). Feldsalat hat den Vorteil, dass man ihn auch bei Frost und Schnee ernten kann. Die Erntezeiten gehen bis Februar. So hat man über den Winter immer frischen Salat zur Verfügung.