2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wie in der letzten Ausgabe versprochen, geht es dieses Mal um die Unterlagen im Obstanbau für Kirsche, Pflaume, Aprikose, Pfirsich und Nektarine. Erst mit der Unterlage „GiSelA 5“ (Gießen-Selektion-Artkreuzung) kam vor etwa 20 Jahren eine schwachwachsende Unterlage in den Handel, die für kleinere Gärten und Intensivanlagen geeignet ist. Gegenüber dem Sämling wächst sie ca. 50 % schwächer. Für schlechtere Böden ist auch noch Colt geeignet, die eine Wuchsminderung von ca. 30 % gegenüber Sämlinge erreicht, aber etwas winterfrostempfindlich ist. Ähnlich ist auch die neuere Kirschenunterlage PiKu 1.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Wir werden uns heute mit den Obstunterlagen beschäftigen und ein wenig Licht „ins Dunkel“ bringen. Viele Kleingärtner fragen mich nämlich, was bedeutet „Malus“ oder „GiSelA 5“.

Die Verwendung von Obstunterlagen bietet Vorteile hinsichtlich des Einflusses auf die Wuchskraft der Obstsorte selbst. Damit verbunden auf den Zeitraum bis zum Ertragseintritt. Allgemein kann man deshalb sagen, je stärker ein Obstgehölz wächst, desto später setzt der Ertrag ein.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Das Ende des Gartenjahres ist zum jetzigen Zeitpunkt schon abzusehen. Der Oktober wird intensiv genutzt, um den Garten so winterfest zu gestalten, dass die Pflanzen die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen können.

Bodenprobe entnehmen: Bevor Sie Ihren Mutterboden düngen, rate ich Ihnen, eine Bodenprobe zu nehmen und diese in der Geschäftsstelle des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner, Zschochersche Straße 62, auf Nährstoffgehalt und pH-Wert untersuchen zu lassen. Wie gehen Sie vor?

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der neunte Monat des Jahres stellt den Übergang zwischen Sommer und Herbst dar. Für unseren Kleingarten ist es nun Zeit, sich auf die kühlere Jahreszeit vorzubereiten. Einige Gewächse müssen für das kommende Jahr neu gepflanzt werden. Auch ist die Erntezeit noch nicht beendet. Im September ist die optimale Zeit, um neue Stauden zu setzen. Ende des Monats werden dann die Zwiebeln für die Frühjahrsblüher ausgebracht (Tulpen, Krokusse, Narzissen und Schneeglöckchen).

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Aus Steckzwiebeln gezogene Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach dem Absterben des Laubes. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als zu früh geerntet. In den heißen Sommermonaten beginnen die Zwiebeln sich auf den Winter vorzubereiten, indem die Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebelknollen verlagert werden. Die logische Folge: Das Laub verwelkt und die Knolle wird schmackhaft und erntereif.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Im Juli braucht der Garten weiterhin hohe viel Aufmerksamkeit. Erste Priorität hat jedoch das Gießen und das will richtig gemacht sein. An heißen Tagen kann das falsche Gießen der Pflanzen ebenso viel Schaden anrichten, wie diese verdursten zu lassen. Das sollten Kleingärtner unbedingt beachten: Wer mittags gießt, verbrennt seine Pflanzen. Denn Wassertropfen auf den Pflanzen wirken in der Sonne wie Brenngläser! Außerdem kann während der Mittagszeit 90 % der Feuchtigkeit nach dem Beregnen einer Rasenfläche wieder verdunsten. Am Morgen werden dem Boden dagegen nur 25 bis 30 % entzogen.

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Obstgarten: Etwa sechs bis acht Wochen nach der Blüte beginnt beim Kernobst der sogenannte Junifruchtfall. Dieser fällt umso stärker aus, je stärker der Fruchtansatz ist. In dieser Zeit trennt sich der Baum von überzähligen Früchten, die er nicht mehr ernähren kann, dieses ist als eine natürliche Ausdünnung anzusehen. Oft reicht dies aber nicht aus, deshalb müssen nach dem Junifruchtfall noch viele Früchte von Hand entfernt werden. Ausdünnung bei verschiedenen Obstarten:

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der sogenannte Wonnemonat ist prädestiniert für Gartenarbeit sowie -gestaltung und gehört zu den schönsten im Jahr. Einerseits kann man noch die Frische des Frühlings spüren, anderseits ist aber auch schon der Sommer mit seiner üppigen Fülle zu erahnen. Und von den „Eisheiligen" hat ebenso schon ein jeder gehört oder? Nun, was verbirgt sich dahinter. Über Jahrhunderte gab es Mitte Mai nachweislich immer wieder Kaltlufteinbrüche mit Rostnächten, die Blüten und damit Ernten bedrohten. Kaltluft-Strömungen aus dem Norden Europas sind dafür verantwortlich.