Ndff13 1461Auch 2013 kamen die Gartenfachberater aus Kleingärtnervereinen Sachsens zur Weiterbildung der W. Neudorff GmbH KG nach Leipzig. Das Team um Andreas Turkat hatte die Themenwahl wieder genau abgestimmt auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe. Ca. 80 Gartenfreunde erwarteten an diesem frostigen 23. Januar 2013 zahlreiche interessante Schwerpunkte im RAMADA-Hotel Leipzig. Andreas Turkat begrüßte die Fachberater und gab den Ablauf der Tagesschulung bekannt. Nach einer einführenden kurzen Schilderung der Entwicklung der W. Neudorff GmbH KG mit vier Standorten und deren Zielstellung wurde als erstes Schwerpunkthtema der Integrierte Pflanzenschutz eingehend vorgestellt.

SLK-Foto: Andreas Turkat fesselt die Gartenfreunde mit seinen fundierten Kenntnissen

Ndff13 1467Dieses beinhaltet Maßnahmen der vorbeugenden Bekämpfung (z.B.Insektenhotel) sowie des biologischen sowie des biotechnischen Pflanzenschutzes (u.a. Leimringe). Hierbei stellte er entsprechende Pflanzenschutzmittel des Herstellers vor, erläuterte deren Anwendungen und Wirkungsweisen. Der Fachmann betonte, dass die gelebte Nachhaltigkeit Teil der Firmenphilosophie des Unternehmens ist. So erzeugt die W. Neudorff GmbH KG an ihrem Hauptsitz in Emmerthal (ehemalige Mühle) mittels Wasserkraft Energie und parallel dazu auch mit Sonnenkollektoren. Desweiteren werden fast alle Produkte in Deutschland hergestellt, werden einheimische torffreie Erden eingesetzt und die Broschüren werden klimaneutral produziert.

SLK-Foto: Demonstration von Produkten im Freien

Andreas Turkat stellte Neuheiten des Herstellers vor, die im aktuellen Katalog beschrieben sind. Weitere Schwerpunkte waren die pilzlichen Krankheitserrger mit den richtigen Zeitpunkten deren Bekämpfung (siehe Spritzkalender) und die Frage nach den Quarantäneschädlingen.

Ndff13 1476Uwe Hadan erläuterte das weite Feld der Mangelerscheinungen mit der Eingangsüberlegung, dass diese im Grund eigentlich "Kulturfehler des Gärtners" sind. Unter Mangelerscheinungen versteht man sichtbare und unsichtbare Wachstums- und Entwicklungsstörungen. Dazu zählen u.a. eine miserable Humusversorgung, ein falscher Standort, zuwenig oder zuviel Wasser, unregelmäßiges Gießen, zu kaltes oder zu warmes Wasser und in Gewächshäusern eine zu hohe bzw. zu geringe Luftfeuchte. Ganz besonders wies Uwe Hadan auf den Einsatz von Urgesteinsmehl hin, denn oftmals sind es die Spurenelemente, die den Pflanzen fehlen.

SLK-Foto: Uwe Hadan beschreibt fehlende, für Pflanzen lebenswichtige Stoffe

 

Ndff13 1464Seit Februar 2012 ist das neue Pflanzenschutzgesetz in Kraft. Welche Auswirkungen hat dies auf die kleingärtnerische Tätigkeit. Hierzu referierte Volker Münster von der Sächsischen Landesanstalt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Er erläuterte die wichtigsten Neuerungen die da sind - persönliche Anforderungen zur Sachkunde Pflanzenschutz, Genehmigungen nach dem Pflanzenschutzgesetz und die Aufzeichnungspflicht. Momentan ist der Sachkundenachweis erforderlich im gewerblichen Geschäft, d.h. für Verkäufer, Ausbilder sowie gewerbliche Anwender und zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für Gartenfachberater in Kleingärtnervereinen.

Abb. SLULG: Bescheinigung Sachkundenachweis Pflanzenschutz

Die "Neudorff-Schulung" 2013 in Leipzig vermittelte abermals wichtige Erkenntnisse für die Gartenfachberater, die sie nun in ihren jeweiligen Vereinen "gewinnbringend" weitergeben können. Dazu trugen auch die präzisen Antworten der Fachleute auf unzählige Fragen der Kleingärtner bei. Mit Beifall bedankten sich die Gartenfreunde bei Andreas Turkat, seiner Frau Conny Turkat und Uwe Hadan für die fachlich sehr fundierten und verständlichen Ausführungen in diesem Seminar.

Lothar Kurth