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Am ehemaligen S-Bahn-Haltepunkt "Industriegelände West" trafen sich die Mitglieder der Garten-Fachkommission (GFK) am letzten Juli-Donnerstag zur Begehung in der Leutzscher Kleingartenanlage (KGA) „Nach Feierabend“. Im Namen des berufstätigen Vorstandes empfing Gartenfachberater Paul Förster die Gäste am Vereinshaus und beschrieb die Anlage des im Jahr 1903 gegründeten Vereins mit 74 Parzellen. Damit zählt der Kleingärtnerverein zu den kleineren Anlagen des SLK. Paul Förster führte die Besucher entlang aller Wege, die mit hübsch gestalteten Holzschildern beschriftet sind. Auch im Kleingärtnerverein (KGV) „Nach Feierabend“ gibt es Positives und Negatives zu benennen. Dies wurde im Anschluss an den Rundgang im Abschlussgespräch deutlich. 

SLK-Fotos: Fachberater KGV "Nach Feierabend" Paul Förster (3.v.l.), Ralf Hesse, Leiter GFK (4.v.l.)  

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Ralf Hesse, Leiter der GFK, bemerkte, dass erfreulich viel Gemüseanbau zu registrieren ist (Foto links - Parzelle 16). Auch sind noch viele ältere Bäume in der Anlage. Auffallend war, so Erik Behrens, dass das „Drittel-Prinzip“ – im Vergleich mit anderen Anlagen – recht gut umgesetzt ist.

Einen guten Gesamteindruck bescheinigte Manfred Hällßig der KGA. Demgegenüber bemängelte er die Höhe der Hecken und eine übermäßig hohe Anzahl von Korkenzieherweiden. Auch ist baldigst eine ca. 6 m große Konifere zu entfernen und angespitzte Zaunslatten sowie Eisenspitzen auf einer Parzelleneingangstür haben in einer KGA gar nichts zu suchen (Foto unten - Garten 55). 

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Aus der Sicht der Vogelschutzexperten Klaus Rost und Peter Schädlich ist der Bestand an Nistkästen unterdurchschnittlich. Beide plädierten für die Anbringung von ca. 10 Nistkästen (auch für Halbhöhlenbrüter) in Zukunft. Fachberater Paul Förster sagte zu, dass durch einen holzwerktechnisch begabten Gartenfreund die fehlenden Nistmöglichkeiten nachgefertigt werden.

Ralf Hesse riet, in der Anlage eine praktische Demonstration des Baumschnitts durch einen Fachmann aus der GFK – im Hinblick auf den alten Baumbestand sowie auf die "Baumruine" in Parzelle 23 (Foto links unten) – zu veranlassen (zeitiges Frühjahr). Ebenso sollte der Verein einen Gartenfreund zum Baumschnittseminar beim SLK im November 2011 anmelden.

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Im Ergebnis des Auswertungsgesprächs meinten die Mitglieder der GFK, dass man mit „Nach Feierabend“ eine überwiegend positive KGA gesehen hat, in der die kleingärtnerische Betätigung gut strukturiert ist.

Ralf Hesse bedankte sich für die fachkundige Führung bei Gartenfachberater Paul Förster (und dem Vereinsvorstand) sowie dem Team der Vereinsgaststätte.

Nach Fertigstellung des Protokolls wird dem Vorstand ein Exemplar mit den Ergebnissen der Begehung sowie Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise zugesandt.

Lothar Kurth