GFK 20171026 5564Olaf Weidling, Leiter der Garten-Fachkommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) begrüßte alle Anwesenden und erläuterte den Grund der Begehung in der Kleingartenanlage (KGA). Anschließend stellte der Stellvertretende Vorsitzende, Joachim Lenke, kurz den Kleingärtnerverein (KGV) "Frohsinn" e.V. vor, der 1910 gegründet wurde, 99 Parzellen auf rund 2,57 ha aufweist und in drei Anlagenteile getrennt ist. Die Gesamtanlage ist in mehrere Teilanlagen untergliedert.

SLK-Foto: Artenvielfalt im Kleingarten

Man wählte den mittleren Teil der Gesamtanlage. Nach dem Rundgang ging es zur Auswertung des Gesehenen ins Vereinshaus. Den GFK-Mitgliedern fiel auf, dass in den Parzellen der Anbau von Obst und Gemüse sowie das Pflanzen von Blumen Defizite aufweist. Pflegerückstände sind nicht zu übersehen und die Rasenflächen in vielen Parzellen sind überproportional zu groß. Grenzabstände von Gewächsen sind zu gering, so dass diese auf den Weg hinausragen und zu Verletzungen führen können (Verkehrssicherungspflicht)!

Zahlreiche schon sehr alte Obstbäume (wahrscheinlich aus Gründerzeiten) sind krank und sollten durch neue, niederstämmige Obstgehölze ersetzt werden. Hier wurde darauf hingewiesen, dass sich die Pächter nicht von Billigangeboten in den „Einkaufstempeln“ blenden lassen, sondern besser eine Baumschule aufsuchen, in der man Qualitätsware (schorfresistente Sorten!) und fachliche Beratung bekommt. Beim Pflanzen neuer Obstgehölze ist darauf zu achten, dass an dem betreffenden Standort ein Sortenwechsel stattfindet (Stein-/Kernobst). Der Gartenfachberater im Verein hilft gern weiter.

Olaf Weidling bot dem Vorstand an, in der KGA die Demonstration des fachgerechten Schnitts von Obstbäumen praktisch vorzuführen und er wies auf die Messe „Haus-Garten-Freizeit“ hin (11. - 18. Februar 2018) mit den täglich stattfindenden „Baumschnitt-Demonstrationen“ hin. Eine dritte Möglichkeit ist das „Baumschnitt-Seminar“, das der SLK allen KGV und Pächtern kostenlos anbietet (siehe www.stadtverband-leipzig.de).

Aus Sicht des Vogel- und Naturschutzes ist die Anbringung weitere Nisthilfen im begangenen Anlagenteil vorteilhaft und auch die Berücksichtigung von Unterkünften für Insekten.

Lothar Kurth