Ndff15 3673Punkt 9 Uhr begrüßte Andreas Turkat, Handelsvertretung der Firma "W. Neudorff GmbH KG" für Sachsen-Anhalt sowie die westlichen Landesteile von Sachsen, Brandenburg und Thüringen, die Gartenfachberater aus den Kleingärtnervereinen (KGV) Sachsens zur Weiterbildung im Leipziger RAMADA-Hotel.

Unter den fast 80 Teilnehmern drückten auch 17 Gartenfreunde aus den KGV des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) am 19. Janaur 2015 die Schulbank.

SLK-Foto: Andreas Turkat (r.) stellt das Seminar-Tagesprogramm vor

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Einleitend gab Andreas Turkat einen knappen historischen Abriss zur Geschichte des Unternehmens, dass 1854 in Königsberg von Wilhelm Neudorff gegründet wurde. Erste Erzeugnisse waren Salben, Tinkturen und Badezusätze. Ab 1861 produzierte man den Vorläufer des heutigen Spruzits. Wuppertal hieß ab 1903 der neue Firmensitz. Hier begann die Herstellung der Pflanzenschutzmittel. 1959 erfolgte der Umzug nach Emmerthal in ein ehemaliges Mühlengebäude, den heutigen Hauptsitz. Im zweiten Standort Lüneburg werden u.a. Dünger hergestellt und am dritten Standort in Aerzen alle Produkte geprüft. Das Unternehmen wurde 2014 für den "Deutschen Nachhaltigkeitspreis" nominiert. Inzwischen ist der "W. Neudorff GmbH KG" diese Auszeichnung zuerkannt worden.

Danach gab der Referent einen kurzen Rückblick auf den Verlauf des Wettergeschehens 2014 mit den Auswirkungen auf die Vegetation in den einzelnen Jahreszeiten sowie die Wechselwirkungen zur Tierwelt.

SLK-Foto: Die fundierten Ausführungen Andreas Turkats werden von den Teilnehmern regelrecht "aufgesogen"

Ndff15 3674Den Blick für Neuheiten auf der Webseite der Firma Neudorff schärfte Cornelia Turkat im Anschluss, insbesondere auf das "Neudorff-Forum", auf den Service-Bereich mit den Download-Möglichkeiten, den abonnierbaren Newsletter sowie auf den Presse-Service.

Neben der Webseite, auf der die Neuentwicklungen des Unternehmens eingestellt sind, lagen den Teilnehmern auch der Gesamtkatalog 2015 in gedruckter Form vor.

Anhand dessen gab Andreas Turkat einen Querschnitt zu neuen und bekannten Produkten aus dem Hause Neudorff, die durchweg "nicht bienengefährlich" sind (B 4-Gruppe).

SLK-Foto: Cornelia Turkat (r.) im Gespräch mit einer Seminarteilnehmerin

Ndff15 3659Zum "Integrierten Pflanzenschutz" *) referierte Uwe Hadan. Grundlage ist die Nützlingsförderung. Danach richtete er an die Fachberater die Frage "Was braucht ein vitaler Boden ?"

Der Referent erläuterte sehr ausführlich den organischen Kreislauf (lebende und abgestorbene Substanzen) und warnte vor der zunehmenden Belastung mit Schadstoffen!

Eine weitere Frage stellte er in den Raum: "Woraus besteht der Gartenboden ?" - Antwort: 45% mineralische Substanzen, 25% Luft, 23% Wasser und 7% organische Substanzen. Innerhalb des organischen Anteils ist Humus mit 85% vertreten.

SLK-Foto: "Was braucht ein Vitaler Boden ?" - so die Frage von Uwe Hadan (r.)

 

Ndff15 3657Andreas Turkat und Uwe Hadan beantworteten während ihrer Ausführungen umgehend die Fragen aus der Zuhörerschaft. Auch dieses Mal "testeten" beide die Aufmerksamkeit der "Schüler" mit wiederholenden Fragen. Und wer aufgepaßt hatte, der durfte sich aus der "Geschenkbox" etwas auswählen. Dazu zählte auch Vogelexperte Peter Schädlich.

Zum Sachkundenachweis gab Andreas Turkat noch wichtige Informationen. Dieses Thema brennt den Fachberatern förmlich auf den Nägeln und wird in den kommenden Monaten wohl noch für ausgiebige Diskussionen in den KGV und Verbänden sorgen.

SLK-Foto: Lob für gute Mitarbeit - Peter Schädlich (M.) darf in die "Geschenkbox" greifen

Mit Applaus dankten die Gartenfachberater dem Team um Andreas Turkat für die umfangreiche Wissensvermittlung, die zukünftig in die ehrenamtliche Arbeit an der Basis mit einfließen wird.

*) "Eine Kombination von Verfahren, bei denen unter vorrangiger Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird". (Auszug aus dem Gesetzestext)

Lothar Kurth