GFK 20130523 08Ruhig und abseits des Großstadtgetriebes neben dem Campingplatz Auensee liegt die Kleingartenanlage "Alte Mühle". Drei Vertreter des 1946 gegründeten Vereins begrüßten die Mitglieder der Garten-Fachkommission (GFK) am 23. Mai 2013 und Vorsitzender Manfred Jendryschik stellte den Verein mit 106 Parzellen auf 3,79 ha Fläche kurz vor.

Anschließend wurden die Gäste durch die Anlage geführt, die durch die Straße An der Elster in zwei Teile untergliedert ist.

SLK-Fotos: Ansehnliche Parzelle 

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Zunächst wurde der südwestliche Teil und danach der nordöstliche in Augenschein genommen. Interessiert machten sich die Vereinsmitglieder Notizen und waren sehr aufgeschlossen für die gegebenen Hinweise. Neben vorbildlich hergerichteten Gärten mußten die Fachberater viel Schatten konstatieren. Oftmals unmittelbar daneben leerstehende Gärten, die verwildert sind.

Beim Baumschnitt gibt es noch sehr viel Nachholebedarf (l.). Einige Bäume, die im Grunde ihr Zeitliches bereits gesegnet haben, sollten noch in diesem Jahr gerodet werden. Ebenso Wald- und Parkbäume, die inzwischen in den "Himmel ragen" und Thujen, die vor rund zwei Jahrzehnten Einzug hielten.

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Auffallend war ein Baumstumpf, den die Splintkäfer erobert haben (r.). Registriert wurden in einigen Gärten die Monilia-Spitzendürre, der Mehltau und die Schrotschusskrankheit. Die GFK-Fachberater gaben hierzu Ratschläge für Gegenmaßnahmen.

Beim Rundgang wurde auch auf die Verkehrssicherungspflicht hingewiesen, speziell an einem Baum an einer Wegecke, der weit in den Weg hineinragt (unten l.). Der Zaun einer Parzelle, bestehend aus Metallprofilen, die stellenweise angerostet sind, ist eine permanente Gefahrenquelle (unten r.).

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Nach rund 90 Minuten fasste der Leiter der GFK, Ralf Hesse, die Eindrücke zusammen. In der Anlage sind zu viele Koniferen, die spätestens bei Pächterwechsel zu entfernen sind. Allerdings, je eher, um so besser. Hierbei verwies er auf das Baumschnittseminar im Spätherbst und die Möglichkeit der Delegierung eines oder mehrerer Gartenfreunde.

Rainer Proksch merkte an, dass ihm viele Sämlinge auffielen und Wildwuchs. Ebenso übermäßig viele Walnußbäume ergänze Olaf Weidling. Der Bestand an Nistkästen ist ordentlich, wenn auch an einigen Ecken es ein Starenkasten mehr sein kann, so resümierte Peter Schädlich.

 

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Insgesamt bietet die Kleingartenanlage im Ortsteil Wahren einen optisch und kleingärtnerisch durchschnittlichen Eindruck. Ralf Hesse bedankte sich bei den Vereinsvertretern und wünschte gute Erfolge in naher Zukunft.

Lothar Kurth