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Vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) und vom bayerischen Landesbund für Vogelschutz (LBV) ist die schwarz gefiederte Dohle zum "Vogel des Jahres 2012" gewählt worden. Sie ist eine der intelligentesten heimischen Vogelarten und die kleinste Vertreterin der Rabenvögel. Die Dohle gehört trotz ihrer Anpassungsfähigkeit zu den bedrohten Tieren. Deshalb steht sie auch auf der Roten Liste der gefährdeten Arten in mehreren Bundesländern. Aus diesem Grund wird aufgerufen, die vorhandenen Lebensräume der Dohle zu bewahren und neue zu schaffen. Mit der Wahl ist ebenso angedacht, dem Vogel ein besseres Image zu verleihen, da die Dohle nach wie vor als Pechvogel bzw. als Ungücksbote angesehen wird.

Fotos: NABU

2012 Dohle 300px-Corvus monedula

Ein Grund für den Rückgang der Dohlen sind die Sanierungen der Bausubstanz, bei denen den Dohlen die Brutplätze in Nischen, Dachstühlen und Mauerlöchern verwehrt werden. Auffallend ist die Vorliebe der Vögel für Kirchtürme. Deshalb hießen sie in früheren Zeiten "des Pastors schwarze Taube". Aber auch Kirchtürme werden in der Gegenwart zur Abwehr von Tauben mit Gittergeflechten versehen.

Mit dem Projekt „Lebensraum Kirchturm“ weisen NABU und LBV auf die Gefährdung von tierischen Kirchturmbewohnern hin und setzen sich für deren Schutz ein. Seit 2007, als der Turmfalke Vogel des Jahres war, haben NABU und LBV bereits 500 Kirchengemeinden mit einer Plakette für ihr vorbildliches Engagement ausgezeichnet. Im Dohlen-Jahr sollen es noch mehr werden.