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Dem höchst aufschlußreichen Besuch des EU-Parlaments folgte am Nachmittag eine Stippvisite in das Zentrum von Straßburg, der Hauptstadt der Region Elsass. Unser Stadtführer Francois Muller empfing uns bereits in der EU-Zentrale. Während der Fahrt im Bus ins Zentrum der Stadt gab er in akzentfreiem Deutsch Erläuterungen zu Bauwerken, die den Fahrtweg säumen.

Angekommen ging es nun zu Fuss durch die wunderschöne historische Altstadt, die von den beiden Armen des Flusses Ill umflossen wird  (im Französischen Viertel gibt es noch mehrere Nebenarme, Foto rechts).

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Vor der Verzweigung befindet sich das Sperrwehr, das die Altstadt vor Überflutung schützt. Francois Muller beschrieb, dass z.B. die Bewohner der Stadt im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 das Wehr schlossen und die vorgelagerte Niederung fluteten. Damit war es den Preußen nicht möglich, ihre schwere Kriegsmaschinerie in Stellung zu bringen, um die Stadt zu beschießen.

Ausgangspunkt der Besichtigung war das kleine französische Viertel "Petite France", das mit seinen vielen Restaurants zum Verweilen einlädt. Malerische Häuserfassaden mit Blumenkästen vor den Fenstern lassen das französische Lebensgefühl erahnen (Foto rechts).

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Unser kundiger Stadtführer geleitete uns durch die verwinkelten, schmalen Straßen und Gassen zum Gutenberg-Platz (Foto links). Den Gartenfreunden beantwortete Francois Muller viele Fragen zu Geschichte, Bauwerken und den Menschen Straßburgs. Ein Beweis dafür, dass sich unser Kleingärtner mit vielen Dingen des Lebens beschäftigen.

Beim Einbiegen vom Gutenberg-Platz in die Rue Merciére bot sich ein gigantischer Anblick. Das weltbekannte Straßburger Münster erhebt sich bis zu 142 m Höhe. Atemberaubend die reiche Gliederung der Fassaden mit den unendlich vielen Details. Das Münster entstand zwischen 1176 und 1439 aus rosafarbenem Vogesensandstein.

 

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Durch die Rue Merciére gelangten die Gartenfreunde zum Münsterplatz. Hier empfahl er uns für eigene Erkundungen neben dem Gotteshaus auch das Kammerzellhaus und verabschiedete sich in seiner charmanten Art. Die Kleingärtner dankten ihm mit Beifall. Nun "zerstob" die Gruppe der Gartenfreunde, denn die Interessen sind ja nun mal breit gestreut. Viele ließen sich in einem der Restaurants einen französischen Kaffee oder ein Bier aus französischer Produktion servieren. Andere Kleingärtner waren noch voller Energie und erklommen die 330 Stufen des Straßburger Münsters bis zur obersten Aussichtsplattform (Foto rechts). Von hier aus bot sich ein phantastischer Rund-um-Ausblick (Foto links unten). Andere lauschten einem Chor, der vor dem Altarraum auftrat. Die besondere Akustik des Innenraumes war beeindruckend.

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So wie die Gartenfreunde in alle Himmelsrichtungen "entschwanden", so fanden sie auch wieder zusammen. Rund 15 Minuten Fußweg aus der Altstadt bis zum Place Étoile. Auf diesem Weg trafen sich viele wieder, denn die Abfahrtszeit des Busses war allseits bekannt.

Ein einmaliger und äußerst erlebnisreicher Tag, den die Gartenfreunde mit einem schönen Abend in Kehl-Kork, dem Unterkunftsort, ausklingen ließen.