Die  22. Schulungsfahrt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) beinhaltete ein Novum. Es gab nicht einen Zielpunkt sondern zwei. Der erste war Straßburg mit dem Europäischen Parlament und der zweite Koblenz mit der Bundesgartenschau 2011.Sb EU Parl01 1024

Auf Einladung von  Hermann Winkler, Mitglied des Europäischen Parlaments, war der Besuch eines der Zentren der europäischen Politik für jeden Gartenfreund absolutes Neuland. Büroleiterin Angelika Wessels (Foto rechts in der Mitte) und Assistentin Stefanie Hübner begleiteten die Gartenfreunde vom Hotel "Hirsch" in Kehl-Kork über die deutsch-französische Grenze nach Straßburg zum Sitz des EU-Parlaments.

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Vor Ort erläuterte Angelika Wessels den erwartungsvollen Gartenfreunden anschaulich die Tätigkeiten der Abgeordneten in Straßburg. Danach führten die beiden Mitarbeiterinnen von Hermann Winkler die Leipziger Gäste durch das Labyrinth des Gebäudekomplexes zum Plenarsaal. Von der Zuschauerbänken aus verfolgten alle gespannt dem Geschehen. Auffallend war, dass jeder Abgeordnete nur von seinem Platz aus spricht und eine begrenzte Rededauer von 2 Minuten eingeräumt bekommt, die vom Präsidium auch akribisch kontolliert wird. So kann die straffe Tagesordnung auch nur eingehalten werden. Vielleicht zur Nachahmung für manche Mitgliederversammlung in den Kleingärtnervereinen sehr zu empfehlen!

 

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Nach rund 45 Minuten empfing uns Hermann Winkler (Foto links oben mit Robby Müller). Zuerst hieß es Fototermin vor dem "Fahnenwald" mit der Leipziger Besuchergruppe und dann bat er zu einer Gesprächsrunde in einen der Beratungsräume (Foto rechts).

Hier erläuterte er die soeben hautnah erlebte Plenardebatte und gab Einblicke in die Tätigkeit der Arbeitsausschüsse. Anschließend beantwortete Hermann Winkler Fragen der Gartenfreunde. Zum Beispiel, wie die Sprachenvielfalt zu bewältigen ist. Rund 2.000 Übersetzer und 80 Dolmetscher sind hier beschäftigt. Das ist eine Möglichkeit für junge Menschen eine berufliche Perspektive zu finden.Sb EU Parl08 1024

 

Leider musste sich Hermann Winkler verabschieden, da 12 Uhr auf der Tagesordnung eine einstündige Abstimmungsrunde stand. Die Leipziger Besucher dankten Hermann Winkler für die Möglichkeit, dass EU-Parlament besuchen zu können und für seine freundliche Art sowie die offenen und verständlichen Erläuterungen und klaren Antworten. Nach der "kräftezehrenden" Gesprächsrunde stärkten sich die Gartenfreunde beim Mittagessen in der "Kantine" des Europäischen Parlaments. Einstimmig betonten die Gartenfreunde, dass sie vorher nur nebulöse Vorstellungen von der Europäischen Union und der Arbeit der Parlamentarier hatten. Jetzt haben sie einen Einblick erhalten und können so das Prozedere in Straßburg aus anderer Sicht einschätzen und bewerten.