26BSF 2015 7332Zum ersten Mal fand die BUGA nicht an einem zentralen Ort statt, sondern eine ganze Region – das Havelland mit fünf Standorten – war der Ausrichter.

Somit steuerte man auf der Hinreise auch gleich den ersten der Zielorte auf der Schulungsfahrt vom 14. bis zum 18. September 2015 von der SLK-Geschäftsstelle aus an unter der sachkundigen Reiseleitung des SLK-Vorsitzenden Robby Müller und des Vize-Chefs Michael Schlachter. 

SLK-Foto: Premnitz - Trotz Regen eine Freude für das Auge / Besuchen Sie auch unsere Fotogalerie (Bildungs-/Schulungsfahrten)

26BSF 2015 7366Nach rund zwei Stunden Fahrt war Premnitz mit dem 3,3 ha umfassenden kleinsten Areal der BUGA erreicht.

Es liegt zwischen rundum sanierten Wohnblöcken und Wasser – ein völlig neues Konzept – eingebettet, als eine Mischung aus Kleingarten, Kunstraum, Schauküche, Ruhezonen und ganz besonders aus den Spielmöglichkeiten, u.a. Wasserspielgeräte, für Kinder.

Die Uferpromenade mit dem Schriftzug „PREMNITZ“, den Strandkörben, einer riesigen Ente aus Stiefmütterchen, hat ihren besonderen Reiz.

SLK-Foto: Premnitz - Am Havelufer eine Ente aus Blumen

26BSF 2015 7374Von einem Ausblick (60 Stufen) hat man einen herrlichen Rund-um-Blick. Viele Details erschließen sich dem Besucher erst auf den zweiten Blick. Das gesamte Gelände wird nach der BUGA weiter das Stadtbild mitbestimmen und zeigt schon jetzt positive Effekte auf das gesamte Tourismusleben in der einstigen Hochburg der Chemieindustrie.

Nach der Stippvisite in Premnitz fuhr die Reisegruppe am späten Nachmittag zur Unterkunft im Axxon-Hotel, das direkt neben dem Stadion des ehemaligen DDR-Fußball-Oberligisten Stahl Brandenburg liegt.

SLK-Foto: Premnitz - Der Kai an der Ausstellungsfläche

 

26BSF 2015 7427Tag zwei Havelberg: Bevor die beiden Gästeführer Angelika Seecker und Frank Ermer die Schulungsteilnehmer in Empfang nahmen, reichte die Zeit, die Hansestadt und das zu Füßen liegende Ausstellungsgelände aus dem Skyliner, dem höchsten mobilen Aussichtsturm der Welt, aus einer Höhe von 72 m mit perfektem Panoramablick zu betrachten.

Unterhalb des Skyliners verblüffte und erstaunte das „Grüne Klassenzimmer“ mit einer höchst anschaulichen und lehrreichen Umsetzung vieler Naturthemen, u.a. Insekten, Vögel, Bienen etc.

SLK-Foto: Havelberg - Die Besichtigung kann starten ...

26BSF 2015 7451Beeindruckend ist ebenso das benachbarte „Haus der Flüsse“ mit einer multimedialen Ausstellung. Hier wird z.B. in einem völlig dunklen Raum das Leben in der Nacht nachempfunden mit dem Auftauchen u.a. von Fuchs und Uhu.

Die in zwei „Klassen“ geteilte Reisegruppe steuerte nun die gewaltige Stadtkirche St. Laurentius an. Im hohen Schiff ziehen die wechselnden, farbenvielfältigen und künstlerisch ansprechenden Blumenschauen die Besucher an.

SLK-Foto: Havelberg - Ein atemberaubendes Farbenmeer in der Stadtkirche

 

26BSF 2015 7469Weiter ging es auf die andere Havelseite bergan zum Dom St. Marien. Auf dem gesamten Domareal sind ein Küchen- und Kräutergarten sowie der alte Domfriedhof zu sehen.

Mit „fachspezifischem“ Interesse begutachteten die Gartenfreunde die etwas unwirklich anmutende KGA „Am Nußberg“, in die sich der Betrachter dennoch eingeladen fühlt. Einige der Wege sind mit Spalierobst-Bäumchen markiert. Viele der Kleingärtner haben Teile ihrer Parzelle den BUGA-Planern zur Verfügung gestellt.

Der erlebnisreiche Ausflug endete am Spätnachmittag mit der Rückkehr nach Brandenburg.

SLK-Foto: Havelberg - In der KGA "Am Nußberg" auf dem Domberg

Ein besonderes „Bonbon“ der Bildungsreise war für den dritten Tag bestimmt: ein Abstecher auf dem Wasserweg von Potsdam bis in das Zentrum von Berlin unter 107 Brücken hindurch und durch drei Schleusen. Der Ausflug mit der einmaligen Ansicht der Hauptstadt von der Wasserseite her, dürfte sich bei allen Teilnehmern tief eingeprägt haben.

26BSF 2015 7666Der vierte Tag verlangte den Teilnehmern eine gehörige Portion Stehvermögen ab. Zunächst hieß das Ziel am Vormittag der Standort Amt Rhinow / Stölln und am Nachmittag Rathenow.

Das Vormittagsziel ist gegliedert in drei Bereiche rund um das Fliegen: den Fliegerpark (5,3 ha), das Lilienthal-Centrum Stölln und Flieger- und Landschaftspfad. Im Fliegerpark geht man auf dem Naturerlebnispfad „Gangway“ mit mehreren 100 m an schwebenden Blumenbeeten vorbei, kann sich diese mit der üppigen Bepflanzung jedoch auch aus der Nähe betrachten. Am Endpunkt der „Gangway“ erreicht man die „Lady Agnes“, ein Düsenflugzeug der Baureihe IL 62.

SLK-Foto: Amt Rhinow - Auf dem Fliegerpark mit schwebenden Beeten

26BSF 2015 7697Neben dem Flugzeug kommen Liebhaber von Kakteen voll auf ihre Kosten und über das Flugwetter kann man sich in der Wetterstation informieren. Am Hang neben dem Fliegerpark erinnert ein Gedenkstein an den an dieser Stelle tödlich verunglückten Pionier der Luftfahrt Otto Lilienthal.

Ihm zu Ehren wurde eine Ausstellung auf rund 500 m² Fläche im Lilienthal-Centrum Stölln errichtet. Der Flieger- und Landschaftspfad mit dem Bürgerpark Stölln ist einen Steinwurf nur entfernt und sehenswert.

SLK-Foto: Stölln - Im Lilienthal-Centrum

 

26BSF 2015 7737Am frühen Nachmittag empfingen die Gästeführer Karin Voigt und Daniel Schröder die Reisegruppe. Mit einem kurzen Abriss zur Stadt, die die Wiege der Optikindustrie ist, erfolgte die Einstimmung auf die nächsten Stunden. Deshalb heißt auch der eine Teil der Gesamtanlage Optikpark (11,4 ha). Der andere nennt sich Weinberg (12,8 ha).

Beide verbindet eine 348 m lange zweifach geschwungene Fußgänger-Bogenbrücke über die Havel. Der Optikpark imponiert mit der Seerosenarena, allen klassischen Gartenschauthemen, üppigem Wechselflor mit ungewöhnlichen Sichtachsen sowie optischen Phänomenen und dem Brachymedial-Fernrohr.

SLK-Foto: Rathenow - Im Optikpark

26BSF 2015 7746Auf der anderen Havelseite im Weinberg beeindrucken die Dahlienarena, das Rhododendrontal und die Sonnenterrasse sowie der Bismarckturm. Bei den Kindern findet die Spiellandschaft Echsenland viel Anklang.

Der Abend wurde in geselliger Runde – bei einem vom SLK gegebenen Abendessen – verbracht. Dazu begrüßte SLK-Chef Robby Müller die Teilnehmer der Fahrt und wünschte nette Stunden gemeinsam. In seiner kurzen Rede dankte er der Mitarbeiterin des SLK, Vera Krautkrämer, welche den Löwenanteil an den monatelangen Vorbereitungen beisteuerte.

SLK-Foto: Rathenow - Beim Rundgang im Teilgelände Weinberg

 

26BSF 2015 7790Den fachspezifischen Teil des abendlichen Beisammenseins bestritt Gartenfreund Wolfgang Martinius mit der Vorstellung einiger Gewächse, die er selbst schon erfolgreich auf seiner Parzelle in Möckern „getestet“ hat.

Gleich nach seinem Vortrag scharten sich Interessierte am Tisch, um sich mit Samen und Info-Materialien zu versorgen damit sie in der neuen Gartensaison die "Anpreisungen" selbst ausbrobieren können.

SLK-Foto: Gemeinsamer letzter Abend im Hotel

 

26BSF 2015 7826Finaltag in Brandenburg: Fred Schenk, Geschäftsführer des Landesverbandes Brandenburg der Gartenfreunde e.V. hieß die Leipziger herzlich willkommen. Kurz stellte er sich, die Brandenburger Kleingärtner sowie die Stadt vor.

Nach einigen Schritten war der erste der drei Bereiche des BUGA in Brandenburg erreicht, der Packhof (4,4 ha) mit seinen fünf Themengärten, dem Haus der Landschaft, dem Bereich der Erhaltungskulturen und einem Gärtnermarkt.

SLK-Foto: Brandenburg - Fred Schenk begrüßt die Kleingärtner aus der Messestadt

 

26BSF 2015 7841Von hier aus ging es über die Jahrtausendbrücke hinüber zur Blumenschau in der Kirche St. Johannis, die just gerade im Laufe der Woche komplett neu bepflanzt wurde. Ein Traum an Farben und Formen der gezeigten Kreationen.

Das größte und aufgrund seiner Größe schönste Areal war der Marienberg (12,1 ha). Von Süden her empfängt den Besucher der Rosengarten mit Muschelgrotte. Schon vom Eingang her zu sehen ist der Aussichtsturm Friedenswarte, den viele der Teilnehmer erklommen. Von oben sah man die ans BUGA-Terrain angrenzende KGA „Bergeshöh“.

SLK-Foto: Brandenburg - Das Gelände des Packhofes mit seinen fünf Themengärten

 

26BSF 2015 7879Wer wollte, „stieg“ noch den Weinberg hinauf, auf dem tatsächlich auch Weinreben reifen. Vom Plateau bot sich ein tolles Panorama auf das märkische Land. Unterhalb der Bergkuppe rückten weitere Sehenswürdigkeiten des Areals, das Rosenrad, die Rosenpergola, der Heidegarten und der Staudenbereich in den Blickpunkt.

Alle fünf Orte der BUGA hatten die Gartenfreunde in Augenschein genommen und es ging zurück zur SLK-Geschäftsstelle. Ein großes Dankeschön gab es für den Busfahrer Dirk. Resümee der Teilnehmer: Eine sehr abwechslungsreiche, auch etwas anstrengende, aber niemals langweilige Schulungsfahrt 2015.

Lothar Kurth

SLK-Foto: Brandenburg - Der Weinberg vom Aussichtsturm Friedenwarte aus gesehen