25BSF 2014 0012Eine interessante und lehrreiche Reise in den Süden Deutschlands. Etwa 10.000 m² Blumenflächen gibt es auf der Bodenseeinsel Mainau. Sie werden mehrmals im Jahr entsprechend der Jahreszeiten neu gestaltet. Bei der Frühjahrsbepflanzung wurden dafür z.B. 200.000 Stiefmütterchen gebraucht. Dies und vieles mehr erklärte Gärtnermeister Heinz Jülicher im Rahmen einer Führung am 21. Mai (re.). Sie hatte den Arbeitstitel „Von den Profis lernen" und war ein Programmpunkt der Schulungsfahrt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner zum Bodensee, die vom 20. bis 23. Mai mit 37 Teilnehmern stattfand.

SLK-Foto: Führung durch die grünen Anlagen / Besuchen Sie auch unsere Fotogalerie (Bildungs-/Schulungsfahrten)

25BSF 2014 0003Da zu dieser Zeit die Frühjahrsbepflanzungen auf der Mainau bereits verblüht waren und die Sommergestaltung gerade neu angelegt wurde, war künftige Blütenpracht an vielen Stellen nur zu erahnen. Aber es gab herrlich gestaltete und in voller Blüte stehende Staudengärten zu sehen. Sehr interessant war u.a. der neu eingerichtete Küchengarten. Hier werden vor allem Küchenkräuter und Gemüsesorten angebaut, die in der Gastronomie auf der Insel Mainau und bei der Ausbildung junger Köche verwendet werden.

Sehr anschaulich und verständlich erklärte Heinz Jülicher u.a. welche Bodenbeschaffenheit für das optimale Gedeihen der Kräuter und Gemüsepflanzen vorteilhaft ist. Ein besonderes Highlight war die Führung in der „Mainauer Schnaps-Brennerei", die traditionell mit einer Verkostung edler Brände und Liköre verbunden ist.

SLK-Foto: Das Maskottchen der Blumeninsel

25BSF 2014 0025Am 22. Mai hieß es „Ausweis nicht vergessen": Es ging in die Schweiz nach Schaffhausen. Allerdings nicht zu dem berühmten Rheinfall sondern zu einer geführten Besichtigung der Altstadt, die einige interessante Eindrücke aus der Entwicklung der Stadt am Rhein und ihrer ca. 34.000 Einwohner vermittelte. Eine Schifffahrt auf dem Rhein brachte die Kleingärtner nach Stein am Rhein und von dort aus nach Hemishofen. „Erlebniskäsen auf dem Bolderhof" hieß der Programmpunkt. Der Bolderhof ist ein nach biologischen Prinzipien bewirtschafteter landwirtschaftlicher Betrieb mit einer umfangreichen Milchtierhaltung, die sehr großzügig gestaltet war. Wer wollte, konnte sich ein Glas Milch selbst „zapfen". Aber Kühe melken war nicht so die Sache der Großstädter.

SLK-Foto: Besichtigung der Altstadt von Schaffhausen

Wie aus Milch Käse wird, erlebten die Leipziger Kleingärtner hautnah, denn jeder konnte seinen eigenen Käse herstellen. Nebenbei gab es noch wissenswertes über Milch, die traditionelle Käseherstellung und den Biohof zu erfahren. Am Ende der Veranstaltung erhielt jeder Teilnehmer seinen eigenen Käse in einer Spanschachtel mit „Chäs-Diplom" zum Mitnehmen.
„Es waren vier schöne Tage, herzlichen Dank dafür", sagten die meisten Teilnehmer bei der Verabschiedung. Das geben wir gerne an die Organisatoren weiter.