20131017 01 DD C L EADie Verbesserung der Lebensqualität ist ein wichtiges Anliegen und ständige Aufgabe aller Stadtverwaltungen in Sachsen. Dabei spielen "Kleingartenparks", wie es sie in Dresden und Leipzig gibt, eine bedeutende Rolle. Sie können für die Städte und ihre Bürger ein echter Gewinn sein, wenn die Entwicklung und Gestaltung der Anlagen im Zusammenwirken aller Interessenten und Beteiligten realisiert wird. Das war die grundlegende Erkenntnis eines Erfahrungsaustausches, der zum Thema „Kleingartenparks" am 17. Oktober 2013 im Vereinshaus des KGV „Frohe Stunde" stattfand.

SLK-Fotos: Runde der Vertreter aus Chemnitz, Dresden und Leipzig

20131017 05 DD C L EATeilnehmer waren die Vorsitzenden der Kleingärtnerverbände aus Chemnitz, Dresden und Leipzig, weitere Vorstandsmitglieder und die Vorsitzenden der jeweiligen Kleingartenbeiräte. Die meisten Fragen zum Thema des Tages kamen aus Chemnitz (Foto, r.), denn dort gibt es ernsthafte Überlegungen zur Gestaltung eines Kleingartenparks.

Da sind die Erfahrungen aus Dresden (Foto, l.) und Leipzig (Foto, unten r.), die zum Teil sehr unterschiedlich sind (Mitteilungsblatt „Leipziger Gartenfreund", November 2012, S.4), für die Chemnitzer Gartenfreunde sehr wertvoll.

20131017 02 DD C L EAWichtigstes Erkenntnis war jedoch - und das wurde in dem Erfahrungsaustausch nochmal bestätigt - bei der Planung und Projektierung unbedingt komplex zu arbeiten, Wohngebiete, andere Einrichtungen und vor allem die Kleingärtner umfassend einzubeziehen.

Die Mitglieder der KGV interessieren sich für den Kleingartenpark in dem Maße, wie sie von ihm berührt werden und ihn erleben. Das erfordert in erster Linie eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit in den Vereinen eines Kleingartenparks.

20131017 04 DD C L EADie Vorsitzenden der Kleingartenbeiräte bestätigten übereinstimmend, dass es wichtig ist, die Stadträte und Verwaltungsbereiche der Städte immer wieder von den gemeinnützigen Leistungen der Kleingärtner und ihren Beitrag zur weiteren Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität zu überzeugen.

Auch das ist eine wichtige Anforderung an eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, die in erster Linie ein enges Zusammenwirken der Kleingärtnerverbände mit den städtischen Partnern erfordert.

20131017 10 DD C L EADass Kleingartenparks zwar gut und richtig aber kein „Allheilmittel" sind, wurde deutlich als es um die Frage ging, sind Kleingartenparks die Perspektive oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Hier sind sich alle Beteiligten einig, dass es natürlich noch weitere Landschaftsgestaltungsmöglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität gibt. Dafür sind in den drei sächsischen Großstädten genügend Beispiele vorhanden, die allerdings nur dann erfolgreich realisiert werden können, wenn sie Anliegen und Aufgaben der Stadtverwaltungen sind und alle Beteiligten entsprechend einbezogen werden.

Ein abschließender Rundgang durch die Kleingartenanlage „Frohe Stunde" brachte nicht nur frischen Wind an die Köpfe der Teilnehmer sondern auch manches interessantes Gestaltungsbeispiel zur Geltung.

Günter Mayer - Pressewart des SLK